ICAO

Luftfahrthindernisse werden mit Warnanstrichen und roten Lampen als Hindernis-Befeuerungen (Obstruction Lights) versehen. Es werden Luftfahrthindernisse durch verschiedene Typen von Feuern abhängig von der Größe und Lage der Objekte befeuert. Generell wird Kontur eines Objektes befeuert. Der Einsatz wird durch die ICAO (International Civil Aviation Organisation) bzw. die jeweiligen nationalen Richtlinien geregelt.

Die ICAO definiert hauptsächlich sechs Typen:

  • Low Intensity Obstacle Light
    Type A (10 cd rot, permanent leuchtend) als Nachtbefeuerung
  • Low Intensity Obstacle Light
    Type B (32 cd Rot, permanent leuchtend) als Nachtbefeuerung
  • Medium Intensity Obstacle Light
    Type A (20.000 cd Weiß blitzend/blinkend) als Tag-/Nachtbefeuerung
  • Medium Intensity Obstacle Light
    Type B (2.000 cd Rot blitzend/blinkend) als Nachtbefeuerung
  • High Intensity Obstacle Light
    Type A (200.000 cd Weiß blitzend/blinkend) als Tag-/Nachtbefeuerung
  • High Intensity Obstacle Light
    Type B (100.000 cd Weiß blitzend/blinkend) als Tag-/Nachtbefeuerung

In der Regel werden Nachts Low Intensity Obstacle Light, Type A unter dem Namen Hindernisfeuer und bei höheren Objekten bzw. bei besonderer Gefährdung des Luftverkehrs ICAO Medium Intensity Obstacle Lights, Type B unter dem Namen Gefahrenfeuer eingesetzt.

 

Bei Windenergieanlagen werden anstelle von Gefahrenfeuern, Leuchten des Typ „W, rot“ mit einer Nennlichtstärke von 100 Cd als Nachtbefeuerung eingesetzt. Diese Leuchte hat einen charakteristischen Blinkcode (1 s an – 0,5 s aus – 1 s an – 1,5 s aus). Am Tage können in Deutschland weiße Feuer eingesetzt werden, die in ihren Spezifikationen dem ICAO Medium Intensity Obstacle Lights, Type A entsprechen. Während gemäß ICAO ein Betrieb dieses Feuers auch in der Nacht zulässig ist, beschränkt sich der Einsatz in Deutschland auf den Tag.

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